Tim Jansen's Blog (deutsch)


2006/01/14
Napster
Wo ich doch gerade wieder mal am Schreiben bin, sollte ich auch noch kurz von meinen Napster-Erfahrungen berichten, da ich seit kurz vor Weihnachten Napster-Kunde bin.

Napster Screenshot
Das "neue" Napster hat nicht viel mit dem alten, illegalen Filesharing-System zu tun. Vielmehr ist es ein Online-Shop, im Prinzip vergleichbar mit Apple's iTunes und Musicload. Der Unterschied ist nur, dass Napster eine "Musik-Flatrate" anbietet: man zahlt 10 EUR im Monat und kann dafür soviel Musik hören wie man will. Wahlweise kann man die Musik entweder downloaden oder einfach nur von Napster streamen. Da die Dateien DRM-verseucht sind und sie nach Kündigung des Abos nicht mehr funktionieren, macht der Download meiner Meinung nach wenig Sinn. Bestenfalls entfält bei lokalen Dateien die Wartezeit beim ersten Titel einer Playlist, während sonst der Stream geöffnet wird. Im Gegenzug wird bei lokalen Dateien teilweise aber die Lizenz des Benutzers online überprüft, so dass es hier ebenfalls zu Verzögerungen kommen kann. Ausserdem hatte ich bei der Lizenzüberprfüfung immer wieder Probleme (Napster-Bug).

Die Auswahl bei Napster ist, wie bei allen Musikportalen, immer noch begrenzt. Eines der grossen Major-Labels (EMI) hat meines Wissens immer noch keinen Vertrag mit Napster, aber scheinbar bringt EMI ohnehin nichts raus, was mich interessiert. Manche kleinere Labels sind verfügbar, andere nicht. Dass ein Label verfügbar ist heisst jedoch noch nicht, dass man auch alles von ihm bekommt. Bei Alben, die schon ein paar Jahre älter sind, muss man schon etwas Glück haben. Manchmal sind die Alben vollständig da, manchmal nur teilweise und oft fehlen sie auch einfach ganz. Importe gibt es gar nicht, soweit ich das sehen kann.

Bislang bereue ich meine Mitgliedschaft trotz des beschränkten Angebots nicht. Einfach einen Titel, den man gerade hören will, einzutippen und ihn dann (mit etwas Gl¨ck) zwei Mausklicks später ohne weitere Kosten hören zu können, das ist etwas, was ich jetzt schon nicht mehr vermissen möchte. Ein Ersatz für den Kauf von CDs ist es jedoch nur in seltenen Fällen. Dafür müsste ich die Musik auch auf meinem Telefon oder meinem Netzwerk-Receiver hören können.



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